Fernweh ist mein Schlüsselwort: Sonntag 15.10.23 um 11 Uhr

Das Abenteuer geht weiter: diesmal sind unsere
Protagonistinnen Zeitreisende

Kommt alle am 15. und am 22. Oktober sonntagmorgens um 11 Uhr zum Linienverzweiger auf den Tuchollaplatz!
Diesmal geht es um Reisen in der Zeit, vor und zurück und geradeaus in die Welt von Bebe Barron, Maria Reiche und Octavia Estelle Butler.

Maria Reiche 1903-1998

Sie ist die Retterin der berühmten Nazca Linien in Peru.
In jahrelanger Arbeit hat sie mit einem Reisigbesen bewaffnet und in Gummisandalen, um die über 2000 Jahre alten Scharrbilder nicht zu beschädigen, die Linien freigelegt, vermessem und kartiert. Um die Bodenzeichnungen blickfrei fotografieren zu können, ließ sie sich an die Kufen eines Hubschraubers festbinden. Sie verhinderte Bauprojekte und die kommerzielle Ausnutzung und Zerstörung der Pampa de Jumana. Sie ist eine Nationalheldin in Peru und ihr Geburtstag ist in Peru Nationalfeiertag.

Octavia Estelle Butler 1947 – 2006

eine der wenigen schwarzen Schriftstellerinnen des Science-Fiction-Genres, spielt in ihren Büchern mit den unterschiedlichsten Variationen der Unterwerfung und Ausgrenzung.
In ihren Zeitreisen geht es nicht darum, die nächste große Technologie zu erfinden, welche die Menschheit retten oder vernichten wird. Technologischer Fortschritt taucht in ihren Büchern eher nebenbei auf. Ihre Außerirdischen leben in sozialen Verbänden, die die Welt noch nie gedacht hat oder in Körpern, die den Lesenden einiges an Vorstellungskraft abverlangen! Vom Würgereiz bis zum Glamourwahnsinn ist alles drin.

Sterngucker aufgepaßt: Seit 2019 heißt der Asteroid No7052: Octaviabutler!

Octavia E. Butler & Maria Reiche – Portraits: Acryl auf Papier – Julia Sand 2023

 

Bebe Barron 1925 – 2008

ist eine der Pionierinnen der Elektronischen Musik. Sie komponierte 1956 zusammen mit ihrem Mann Louis die erste komplett elektronische Filmmusik für Forbidden Planet – Alarm im Weltall.
Louis Barron hatte verschiedene elektronische Schaltkreise entwickelt, mit denen er Klänge erzeugen konnte, diese Klänge waren jedoch weder vorhersehbar noch reproduzierbar. Daher zeichneten die Barrons alle ihre Klangexperimente auf Band auf. Die so erzeugten Klänge und Geräusche wurden daraufhin mittels Tonbandgeräten durch verschiedene Effekte weiter verfremdet.
Bebe Barron war die Komponistin, sie sortierte die Tonbänder und suchte verwendbares Material aus den Klangexperimenten heraus.
Um mit ihrer Musik Geld zu verdienen, gingen die Barrons nach Hollywood. Dort wurde schon seit längerer Zeit mit ausgefallenen Instrumenten wie dem Theremin gearbeitet.

Bebe Barron – Portrait: Acryl auf Papier – Julia Sand 2023

 

vonpaula

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